Donnerstag, 6. Januar 2011

Mops- und Menschenfreundschaften

Ein Mops hat ein zusätzliches Gen in sich, das wohl keine andere Hunderasse in sich trägt - das Freundschaftsgen!

Ein Mops fühlt sich am wohlsten unter Möpsen - und Mopsmenschen fühlen sich am wohlsten unter Mopsmenschen. Dies ist eine Erfahrung die man fast zwangsläufig macht, wenn ein Mops in unser Leben tritt. Vorher hat man keine Ahnung darüber was es wirklich bedeutet, sich für einen Mops zu entscheiden. Aber bald darauf
weiß man, was auf einen zukommt.

Nun ist es ja nicht so dass an jeder Ecke ein Mops und sein Dosenöffner stehen und darauf warten, dass man sich mit ihnen befreundet. Erst einmal gibt es so viele Möpse nicht, wenn sie auch wieder vermehrt gesehen werden. Aber es ist eine Tatsache dass alle Mopsbesitzer - oder fast alle, die berühmte Ausnahme gibt es auch - aufgeregt aufeinander zustürzen und es sofort trotz aller Verschiedenheit eine gemeinsame Ebene gibt - den Mops!

Irgendwann einmal meldet man sich in einem Mopsforum - dem Mopsforum! www.mopsforum.de - an und ist erstaunt darüber, was dort alles passiert.

Man tauscht sich über Möpse, ihre Haltung und die Besonderheiten der Rasse aus, lacht gemeinsam und ist auch traurig wenn etwas Tragisches passiert. Man ist plötzlich Teil einer Gemeinschaft, die man sich vor dem Mops so nicht vorstellen konnte.

Auf einmal lernt man ganz viele Möpse kennen - beige und schwarze - was meistens darin endet, dass es kaum "Einzelkinder" unter den Möpsen gibt sondern dass noch ein kleiner Mopsbruder oder eine -schwester einzieht. Man bringt es sogar soweit dass man die einzelnen Möpse in einem riesigen Mopsrudel unterscheiden kann, was nur dem Insider wirklich gelingt - jeder Mops ist ein Individuum und ein "normaler" Mensch wird dies kaum glauben, denn für ihn unterscheiden sich Möpse nur in der Farbe oder vielleicht noch in der Gestalt und Größe. Und manchmal noch im Gewicht, was wir aber nicht so gerne hören!

Und damit beginnt oft eine Freundschaft zwischen Möpsen und ihren Besitzern, die schön und intensiv ist und sich mit der Zeit mehr und mehr ausbaut.

Erst sieht man sich bei Mopstreffen. Man fährt hierfür viele Kilometer durchs Land, Mops oder Möpse immer im Schlepptau, mit dem Auto oder der Bahn und unter dem Gewusel und aufgeregtem Beschnuppern der Möpse lernen sich auch ihre Menschen kennen.

Plötzlich richtet sich der Kalender ganz automatisch nach Mops-Veranstaltungen und man kommt in Terminschwierigkeiten wenn man alle Treffen besuchen möchte.
Wer hätte das gedacht! Damit ist man auch automatisch dem Staunen und Amüsement der mopslosen Umwelt ausgesetzt, die von Mopstreffen noch niemals etwas gehört haben und sich darunter nun gar nichts vorstellen können. Aber selbst sie lauschen gerne den Erzählungen und nehmen so ganz automatisch am Mopsleben teil! Es soll Kollegen geben, so habe ich mir sagen lassen, die jede Email mit der Frage nach dem Wohlergehen des Mopses beginnen – meine zum Beispiel! So greift der Mopsvirus ungebremst um sich und ein Gegenmittel wurde bisher noch nicht entdeckt.

Dann fährt man gemeinsam in den Urlaub, so wie Carlos und ich im vergangenen Jahr mit Liane und Klaus und Walli und Bruno an die Ostsee gefahren sind. Es war eine wunderschöne, aufregende Woche. Mensch und Mops haben sich so wohl gefühlt, dass unser nächster Urlaub schon geplant ist!

Wir haben vieles gemeinsam unternommen, schöne Ausflüge und Schiffsfahrten gemacht, lukullisch und auch sonst die wunderschöne Ostsee entdeckt und so viel miteinander gelacht. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die für Mensch und Mops wichtig ist.

Wir freuen uns auf ein neues Mopsjahr! Auf schöne Mopstreffen, Urlaube und gegenseitige Besuche, auf viel Lachen und Gemeinsamkeiten, Ausflüge, das eine oder andere Glas Wein in netter Atmosphäre, kurz gesagt: Wir freuen uns auf unsere Freunde, die zwei- und vierbeinigen!

Liebe Grüsse
Marieluise und Carlos

Kommentare:

  1. Liebe Marieluise,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Du hast wunderbar beschrieben wie Freundschaften unter Mopsbesitzern entstehen.
    Ohne unsere Möpse hätten wir uns nie kennengelernt und wären nie Freunde geworden. Das wäre wirklich schade.
    Liebe Grüße
    Liane

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  2. ... das wäre wirklich sehr schade!

    Aber unsere Mopsmausis haben uns und unseren Freundeskreis ja so elegant zusammen geführt und was der Mops zusammenfügt, soll der Mensch nicht trennen - oder so ähnlich!

    Weisst Du noch, wie wir alle mit den Möpsen auf dem Schiff im Bodden gesessen sind und auf die Kraniche gewartet haben *lach*. Also ich werde diesen Nachmittag niemals vergessen!

    Liebe Grüsse
    Marieluise

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  3. PS: .. fast hätte ich es vergessen, Carlos grüsst natürlich seine grosse Mopsliebe Bruno!

    Und Walli natürlich auch, den Mopsübervater der es mit zwei quicklebendigen beigen Möpsen manchmal nicht einfach hat - es aber sehr lässig und total überlegen hinnimmt.

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  4. Marieluise, das hast du sehr schön und treffend beschrieben...der Mops bindet und verbindet. Der Mops ist ein Bindehund *hihi* Er bindet sich an den Mensch (und jeder der Möpse hat, weiß was das heißt ;) und er verbindet Menschen, die sonst nie zusammen gekommen wären. Dabei spielt weder Alter, noch Herkunft, noch sonst etwas eine Rolle...was will man mehr?! :) Wir freuen uns auf jeden Fall euch alle kennen gelernt zu haben. Dafür danke ich Emil und Paul und natürlich Walli, Bruno und Carlchen :)
    Liebe Grüße,
    Alisa

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